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Das „Zeit Magazin“ bringt Wahlkampf-Reportageserie von Carolin Emcke

Im September sind Wahlen. Das weiß auch das „Zeit Magazin“ und hat in diesem Zusammenhang Ende März eine Reportageserie zum Thema mit der Journalistin Carolin Emcke gestartet.

Anlässlich des Bundeswahlkampfes hat Emcke vom 27. März an, die politische Wahlkampfberichterstattung im „Zeit Magazin“ übernommen. Die Reportagereihe erscheint unter dem Titel „Emckes Expeditionen. Auf der Suche nach der Demokratie“ im „Zeit Magazin“.

Carolin Emcke werden sich viele fragen? Berichterstattung über Deutschland? Die Journalistin hat lange Zeit die Auslandsberichterstattung für diverse Magazine übernommen. Sie berichtete unter anderem für den „Spiegel“ (1998-2006) aus den Krisenregionen Afghanistan, Pakistan, dem Kosovo, Irak, Kolumbien und aus dem Libanon. Seit 2007 arbeitet Emcke als freie Publizistin und internationale Reporterin für die „DIE ZEIT“.

Emcke spezialisierte sich im Laufe der Jahre auf Krisenregionen. Auch an mehreren Universitäten hat sie bereits unterrichtet und Gastvorlesungen gehalten – unter anderem an der Harvard und Yale University in den USA.

Deutsche Innenpolitik ist Neuland für die 45-jährige. Kress Nachrichtendienst zitiert Emcke: „Nie wollte ich über Deutschland schreiben, das war eine dieser Gewissheiten, die so sicher sind, dass man sie nicht einmal denken muss, sie bleiben unausgesprochen, bis etwas daran rührt. Das fiel mir erst jetzt auf, als ich den überraschenden Auftrag bekam, doch meine eigene Demokratie, das, was mir vertraut sein sollte, wie die Fremde, in der ich seit vierzehn Jahren unterwegs bin, zu erkunden.“

Die erste Ausgabe der Serie betitelt Emcke mit „Fremd im eigenen Land“. Denn zunächst weiß sie gar nicht wie sie anfangen soll, ihr Fokus lag ja bisher nur im Ausland. Über Deutschland wollte sie eigentlich nie schreiben, schreibt sie im ersten Satz. Emcke stellte sich ihr Leben im Gegenteil schon früh auf Reisen oder in fernen Gebieten vor. Aus diesem Grund weiß sie zunächst auch nicht, wie sie beginnen soll. Sie probiert den Zugang aber, wie sie es bereits für andere Länder getan hat, zu legen. Dort hat sie meist ein kleines Notizbuch, welches ihr hilft die eindrücklichsten Situationen, Mythen, Geschichten und Personen festzuhalten. Für Deutschland hat sie sich ein eben solches Heft besorgt. Trotz erster Überwindungsschwierigkeiten den Namen ihres Heimatlandes dort einzutragen, tut sie es letztendlich doch ein und überspringt damit ihren Schatten nicht über Deutschland zu schreiben.

Und wo beginnt diese Deutschlandreise durch die Politik? Vorab begibt sie sich zu den Ministerien und dem Bundestag um diese auf eigene Faust zu erkunden. Dafür nimmt sie sich Zeit, setzt sich sogar für einen gesamten Sitzungstag in den Bundestag, um alle Szenerien genau zu beobachten und verstehen zu lernen. Was sie dort genau entdeckt, könnt ihr im „Zeit Magazin“ nachlesen.

In der Tat, ist diese Serie ein guter Schachzug vom „Zeit Magazin“, denn Emcke liefert den unverbrauchten, objektiven Blick. Keine nervigen Anmerkungen oder Wiederholungen. Mit dieser Serie könnte das Magazin eine qualitative Distanz zu den sonstigen politischen Kommentaren schaffen. Wir sind gespannt, was Frau Emcke in den nächsten Monaten so zu Papier bzw. zu online bringt. Schaut doch mal rein, wir sind der Meinung es lohnt sich!

 

(Screenshot: ZEIT Magazin: Reportageserie Carolin Emcke (c) ZEIT Magazin)

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