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Umfrage: „90 Prozent der Blogger würden Kooperationen mit Unternehmen eingehen“

Die Blogosphäre ist groß und unübersichtlich. Zeit für eine Übersicht schaffende Umfrage. Das dachten sich zumindest die Betreiber von rankseller, dem Marktplatz für Blog-Marketing und Blog-Vermarktung. In einer Umfrage schrieben sie mehr als 48.000 Kontakte per Email an. 2.344 nahmen schließlich an der Umfrage teil. Die Ergebnisse liefern nun Zahlen, Daten und Fakten über die Motivation und Hintergründe von Bloggern.

Zum Inhalt der Blogs

45,8 Prozent der befragten Blogger betreiben ihre Plattformen bis zu drei Jahre. Immerhin noch 26 Prozent bestücken ihren Blog bereits über fünf Jahre mit Content. Einen Blog unterhalten davon 33,6 Prozent. Zwei bis drei Blogs werden von 35,3 Prozent und mehr als fünf Blogs sogar von 21 Prozent der Blogger mit Inhalten gefüllt.

Die Zahl der Blogposts zwischen fünf und zehn Artikeln pro Monat liegt bei 25 Prozent der befragten Blogger. Nur 9,1 Prozent schafft es auf 31 bis 50 Beiträge. Inhaltliche Schwerpunkte liegen in den Bereichen „Heim und Garten“, „Erotik und Liebe“ sowie „Gesundheit & Ernährung“. Komischerweise liegt der Bereich Shopping am Ende der Top-Ten-Themen. Die Bereiche „Business“ sowie „Bildung und Wissen“ liegen noch davor.

Zur Monetarisierung der Blogs

Die meisten Blogger legen ihren Blog bzw. ihre Blogs nicht an, weil sie damit Geld machen wollen, sondern weil sie sich mit einem Thema besonders auseinander setzen an dem sie Interesse haben. 71 Prozent der Befragten verdienen diesbezüglich durch Werbeeinnahmen Geld. Immerhin noch 38,2 Prozent der Befragten wollen von Anfang an mit ihrem Blog Geld verdienen. Laut der Umfrage gelingt dies allerdings nur den wenigsten: 63,5 Prozent der Befragten verdienen mit ihrem Blog unter 300 Euro. Nur ca. 13 Prozent der Befragten können 1.000 Euro in ihre Taschen stecken.

Fast alle Blogger – 91,4 Prozent – würden gern mit Unternehmen Kooperationen eingehen. Als Marketing Strategien der Blogs werden diesbezüglich Social Media-Kanäle als auch SEO-Tools genutzt. Allerdings hat die Umfrage auch gezeigt, dass viele Blogger nicht gewillt sind, Geld in die Online-Präsenz ihrer Blogs zu stecken. Über die Hälfte der Befragten geben weniger als 20 Euro für den Blog aus. 30 Prozent der Befragten investieren mehr als 50 Euro.

Zur Zukunft von Blogs und Bloggern

Das Modell der Huffington Post hat in den USA bereits die Runde gemacht. Die Huffington Post ist ein werbefinanziertes Online Portal, welche Inhalte zu allen möglichen Themen sammelt und veröffentlicht. Die verantwortlichen Redakteure schreiben frei, bekommen aber viel Traffic. In Deutschland hat sich mit der Tomorrow Focus AG auch hierzulande ein Ableger gefunden, der dieses Modell nun in Europa umsetzen will. Blogger können von diesem Geschäftsmodell profitieren, indem sie Inhalte für die Plattform aufbereiten und einstellen. Nur wenige deutsche Blogger (29,7 Prozent) glauben, dass sich diese Modell auch in Deutschland etablieren wird. Ca. 25,9 Prozent würden sich daran beteiligen. 20,7 Prozent glauben nicht an den Erfolg des Modells. Und ungefähr die Hälfte der Befragten kennt das Modell nicht.

Das Fazit der Initiatoren

„Auch wenn die Blogs als journalistische Angebote immer noch nicht richtig ernst genommen werden, stellen wir fest, dass immer mehr Unternehmen Blogs für Werbekampagnen nutzen, um ohne Streuverluste ihre Zielgruppen zu erreichen. Dies kommt insbesondere Bloggern entgegen, die ihr Angebot gewerblich nutzen“, so Coskun Tuna, Geschäftsführer von rankseller. „Dafür ist es wichtig, die eigene Plattform so attraktiv wie möglich zu gestalten. Ein Invest von 20 Euro im Monat könnte dafür perspektivisch zu wenig sein. Es zeichnet sich ab, dass die Blogger zunehmend wie Mikro-Verlage agieren, also beispielsweise auch Artikel und Marketing einkaufen, um ihr Webangebot bekannter zu machen“, so Tuna zusammenfassend.

 

(Logo rankseller (c) rankseller)

 

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