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Umfrage: Fast jeder Dritte glaubt, dass ein Paywall-Modell in Deutschland gut funktionieren kann

Die Internet World 2013 ist zwar schon lange vorbei, aber Umfragen und Studien zum Thema Digitalisierung der Gesellschaft werden im Nachruf der Veranstaltung stets wieder präsentiert. Eine Studie hat nun die Auswirkungen der „digitalen Revolution“ des 20. und 21. Jahrhunderts auf soziale, technologische und wirtschaftliche Bereiche der Gesellschaft festgehalten.

Gerade in den letzten Jahren ist die Informations-, Kommunikations- und IT-Branche aus den Nähten geplatzt. Man könnte sogar, wie es Nicole Rüdlin, Leiterin der Internet World Messe, beschreibt, von einer „Informationsexplosion“ sprechen. Gerade durch die neu entstandenen Möglichkeiten im Internet, sind so viele Netzwerke und Plattformen für den Informationsaustausch entstanden, dass es schwer ist, diese an einer Hand abzuzählen. Was für Auswirkungen haben diese Möglichkeiten auf den Arbeitsmarkt und unser soziales Leben?

Die Universität Regensburg hat sich in einer Studie (aus Sicht von Experten der Internetbranche) mit den Folgen der Digitalisierung auseinander gesetzt. Die Rahmendaten der Studie sahen folgendermaßen aus:

Online-gestützte Befragung

Zielgruppe: Experten der Online-Branche

Laufzeit der Befragung: Januar bis Februar 2013

Aufrufe des Fragebogens: 1097

Ausgefüllte und verwertete Fragebögen nach Qualitätssicherungsmaßnahmen: 904

Gewinnung von Teilnehmern: durch direktes Anschreiben von Experten und Unternehmen oder per Newsletter, auch über Websites von Kammern und Verbänden, Dienstleistern, der Internet World und weiteren Partnern sowie in Fachzeitschriften

Wir haben 10 entscheidende Ergebnisse der Studie zusammengefasst:

  1. Die meisten Befragten sehen sehr starke Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt.
  2. 69 Prozent der Befragten verbinden Digitalisierung mit direkten Nachteilen.
  3. Der Großteil der Befragten achtet bei der Angabe ihrer Daten genau darauf, was sie angeben.
  4. Soziale Netzwerke führen für 79 Prozent der Befragten zu einem veränderten Verhalten im Arbeitsalltag.
  5. Bezüglich Respekt und Umgangsformen sieht die Mehrheit der Befragten Nachholbedarf bei Heranwachsenden – gerade hinsichtlich der Vorbereitung auf das Berufsleben.
  6. Die meisten Befragten wünschen sich mehr Beteiligungsmöglichkeiten an politischen Entscheidungen über Social Media. Bestand diese Möglichkeit aber bereits, haben sie nur ein Viertel der Befragten genutzt.
  7. Nur 12 Prozent der Befragten haben keine Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit beim Online-Einkauf. Mit der Datensicherheit hatte bisher jeder Achte schlechte Erfahrungen beim Online-Einkauf.
  8. Zwei Drittel der Befragten glauben, dass die Möglichkeit einfacher Retouren zu mehr Umsatz im Online-Handel führt.
  9. Nach Einschätzung der meisten Befragten werden Tablet-PCs zukünftig wohl häufiger für den Online-Einkauf eingesetzt, weniger für das Arbeiten mit Bürosoftware.
  10. Knapp ein Drittel der Befragten hat im Internet schon einmal Geld für redaktionelle Inhalte ausgegeben. Nur einer von vier Befragten lehnt ein Abonnement digitaler Zeitungsinhalte grundsätzlich ab. 30 Prozent glauben, dass ein Paywall-Modell in Deutschland gut funktionieren könnte.

Die vollständige Studie kann unter Studiendokument eingesehen werden.

 

(Internet World, Grafik: Digitalisierung der Gesellschaft, Studie Internet World & Universität Regensburg (c) Internet World & Universität Regensburg)

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