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Peer Steinbrück am Netz – Kanzlerkandidat lässt Blog aufsetzen

SPD-Bundeskanzlerkandidat Peer Steinbrück hat einen Internetblog aufsetzen lassen, der bis zur Bundestagswahl geführt werden soll. Ganz nach dem amerikanischen Prinzip sind unter peerblog.de regelmäßig Nachrichten, Meinungen und Kommentare rund um den Wahlkampf und den Kanzlerkandidaten bis zur Wahl im September zu lesen.

Die finanzielle Überstützung beziehe der Blog von Unternehmerpersönlichkeiten, wie auf dem selbigen berichtet wird. Laut „Spiegel“ sollen die Namen der Unternehmer vorerst anonym bleiben. „Süddeutsche.de“ informiert, dass sich die Kosten für den Blog auf eine sechsstellige Summe belaufen würden.

Die Redaktion für den Blog setzt sich aus vier festen Redakteuren und anderen Gastautoren zusammen. Darunter sind „Focus“-Redakteur Karl-Heinz Steinkühler, die freie Autorin Claudia Jacobs, Social Media-Experte Matthias Schwarzer sowie Magazin-Macher und strategischer Kommunikationsberater Thomas von Zütphen. Nachdem die Redakteure Steinbrück ihr Konzept vorgestellt hatten, segnete er das Projekt unter der Bedingung ab, dass der Blog unabhängig von der SPD geführt werde.

Die Schlüsselrolle für den Blog soll in diesem Zusammenhang der Zugang zur Bevölkerung spielen. Der Blog dient als Plattform für Austausch. Und das nicht nur einseitig, sondern besonders als Forum für Anregungen und Meinungen. Mit peerblog.de ist ein Projekt gestartet worden, welches Barrack Obama‘s Beispiel aus dem amerikanischen Wahlkampf ähnelt. In den USA sei der Wahlkampf 2012 besonders durch Online Medien geprägt worden. Das beziehe Social Media Kanäle wie Twitter oder Facebook genauso ein, wie die Bewirtschaftung eines Kandidaten-Blogs. Barrack Obama‘s Wahlkampfblog wurde für den Wahlkampf in 2012 als erste Rubrik auf seiner Homepage platziert. Tatsächlich schrieben 60 Redakteure für diesen Blog und sage und schreibe 3 Milliarden Dollar der Spenden wurden vom amerikanischen Präsidenten für „den direkten Kontakt mit Wählern – online und an der Haustür“ eingesetzt, so die peerblog-Redakteure über ihr Projekt.

Steinbrück ist nun einer der ersten einflussreichen deutschen Politiker, die von dem amerikanischen Modell überzeugt sind und den Austausch zwischen Politik und Bevölkerung damit fördern. Mit dem Blog wird Steinbrücks Image in der Öffentlichkeit als persönlich und volksverbunden gezeichnet. Thematisch wird der Blog politische und gesellschaftliche Bereiche aufgreifen, die durchaus nicht immer mit dem Wahlkampfthemen einher gehen müssen. „Hier soll über die Zukunft Deutschlands diskutiert werden. Auch über die Aufgaben eines Kanzlers Peer Steinbrück.“, schreiben die Redakteure. Es wird sich zeigen, wie viel Anklang das Projekt in den nächsten Monaten finden wird. Bei einem neuen Kanzler Steinbrück, wird eventuell sogar diskutiert werden müssen, ob der Blog weiter geführt wird oder nicht.

 

(Screenshot: peerblog.de)

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