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Nachtrag III zum Teil III: Umfrage Auswertung zu Blogger-Einnahmen

Vor kurzem haben wir den zweiten Teil des dritten Teils der Auswertung zu den Blogger-Einnahmen von Blogger Peer Wandiger veröffentlicht. Nun folgt der dritte und letzte Streich. In diesem Teil wertet Peer seine Blog-Statistiken bezüglich eCPM aus.

Die Ergebnisse der Umfrage zu den Blog-Einnahmen resultieren aus einer Umfrage, die Peer im November 2012 durchgeführt hat. Darin befragte er die Teilnehmer in einem ausführlichen Formular zu ihrer Blogarbeit.

Peer hat 90 gültige Formulare auswerten können. Damit ist die Umfrage zwar nicht repräsentativ, gibt aber interessante Hinweise auf Entwicklungen. Während einige Blogger mit ihrem Blog fast gar nichts verdienen, sind andere wiederum finanziell recht gut aufgestellt.

Wandiger hatte für den Auswertungsteil der Einnahmen so viele Daten zur Verfügung, dass er diesen nach Themenbereichen aufgesplittet hat. Der letzte Teil beschäftigt sich mit den Einnahmen pro 1000 PageViews (eCPM).

Wir haben wieder einen kleinen Überblick seiner Ergebnisse zu den eCPM bereitgestellt:

  1. Ein Großteil der Blogs, die an der Umfrage teilgenommen haben, verdienen 1 und 50 Cent pro Artikel. Wandiger vermutet, dass dies einerseits an der schlechten Monetarisierung, andererseits aber auch an der großen Anzahl von Artikeln im Archiv liegt. Einige Blogs verdienen pro Artikel allergings mehr als 10 Euro.
  2. Neu veröffentlichte Artikel bekommen mehr Seitenaufrufe als aktuelle Artikel und sind damit entscheidend für die Höhe der Einnahmen.
  3. Im Durchschnitt verdienen Blogger 182 Euro für 1 bis 5 neue Artikel pro Monat. Blogs mit mehr Artikeln im Monat haben geringere Einnahmen zu verzeichnen. Wandiger betont in diesem Zusammenhang, dass diese Zahlen nicht zwangsläufig heißen, dass man bewusst wenig Artikel veröffentlichen sollte. Vielmehr stehen die Zahlen dafür, dass mehr Wert auf Qualität gelegt werden sollte als auf Quantität. Aus unterschiedlichen Schreibfrequenzen können demnach mehr Einnahmen generiert werden.
  4. Fachblogs lassen sich besser monetarisieren als Mischblogs. Fachblogs finden leichter Werbekunden, da die Zielgruppenansprache homogener ist und der Streuverlust geringer.
  5. Auf einem Fachblog können hohe PageViews teilweise mehr Einnahmen einbringen als ein gut besuchter Mischblog.
  6. Die Art der Artikel wirkt sich auf den eCPM aus. Im Schnitt verdienen Blogs mit Newsartikeln 9,5 Euro pro 1000 PageViews. Gegenteilig dazu entwickeln sich Blogs mit zeitlosen Artikeln. Diese bringen Bloggern im Schnitt 24 Euro pro Monat. Damit ist eindeutig, dass sich zeitlose Artikel besser monetarisieren lassen als aktuelle Meldungen.
  7. Die Schwerpunkthemen eines Blogs beeinflussen seine Einnahmen stark. eCommerce-Blogs stehen dabei mit 67 Euro ziemlich weit oben. Auch das Thema Gaming bietet gute Einnahme-Chancen. Businessthemen sind im Vergleich zu 2009 gleich stark geblieben. Reise- und Naturthemen sind dagegen eher abgeschlagen. Soziale Themen erlangen im Schnitt nur 4 Euro pro Monat. Die Auswahl des Themas hat folglich eindeutige Auswirkungen auf das Einnahmepotential eines Blogs.
  8. Seit 2011 hat sich die Anzahl der Blogger, die mit ihrem Blog Geld verdienen wollen, verstärkt.
  9. Die Blog-Einnahmen der Befragten haben sich in den letzten 12 Monaten positiv entwickelt. Vier von fünf Befragten bestätigten eine Steigung ihrer Einnahmen.
  10. Mehr als 92 Prozent der Befragten können nicht von ihrem eigenen Blog leben. Nur 8 Prozent verdienen genug um von ihrem Blog leben zu können. Wandiger schätzt den Weg, den man gehen muss, um von den Einnahmen aus seinem Blog leben zu können, als lang ein.

 

(Grafik: Durchschnittliche eCPM-Einnahmen nach Artikeltypen (c) Peer Wandiger)

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