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Erschreckende Jahresbilanz getöteter Blogger und Journalisten

In diesem Jahr wurden 88 Journalisten und 47 Blogger bei der Ausübung ihrer Arbeit getötet. Diese erschreckenden Zahlen gab Reporter ohne Grenzen in seiner Jahresbilanz bekannt. Die Zahlen seien höher als je zuvor.

Die enormen Zahlen in diesem Jahr hängen vor allem mit den zahlreichen internationalen Konflikten zusammen. Gerade Ländern, in denen Bürgerkriegszustände herrschen, seien davon betroffen. Darunter fallen zum Beispiel Syrien, Somalia, Afghanistan und Pakistan. Viele Reporter begeben sich dort in gefährliche Gegenden, um über die furchtbaren Lebenssituationen der Menschen zu berichten. Dass sie damit Ziel von Anschlägen oder Scharfschützen werden (könnten), ist vielen Journalisten und Bloggern oft nicht bewusst genug.

Auch in Ländern, die von Drogenkriegen beherrscht werden, seien die Berichterstatter sehr gefährdet. Jedes Jahr fallen in Mexiko und Brasilien viele Reporter den Drogenkartellen zum Opfer. Investigativer Journalismus ist in diesem Zusammenhang deshalb nicht ausschließlich als heldenhaft zu betrachten. Hinter den Recherchen steckt oft jahrelange Arbeit, die so mancher Journalist oder Blogger mit seinem Leben zahlen muss. Eine hohe Zahl von Journalisten werde aber nicht zwangsläufig direkt ermordet. Viele von Ihnen würden stattdessen entführt oder gefoltert.

Eine Menge der Reporter werden auch festgenommen und inhaftiert. Die meisten Journalisten und Blogger, die verhaftet sind, befänden sich in der Türkei. Seit der Verschärfung des Kurdenkonflikts haben sich die Festnahmen dort verdoppelt. Auch in China, Syrien, Eritrea und dem Iran seien die Zahlen der festgenommenen Berichterstatter gestiegen.

Ist dieser Preis zu hoch? Ist Meinungsfreiheit eine Illusion?

 

(Informationsgrafik (c) Reporter ohne Grenzen)

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