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Interview: „Wenn beim Bloggen die Uhr Mitternacht überwunden hat, hilft Espresso“

Wien – welche Stadt könnte sonst die perfekte Brutstätte für einen Food Blog sein. Seit kurzem haben die Blogger Toni & Bene ihren Blog youarehungry aufgesetzt. Die beiden Feinschmecker fanden, es sei an der Zeit, der Blogosphäre ihre persönlichen Rezepte und Tipps rund um das Thema Essen und Trinken zu verkünden. In der Tat läuft einem das Wasser im Mund zusammen, wenn man sich die professionellen Fotos der Leckereien anguckt. Im Interview verraten die beiden, was die wichtigste Zutat für ihren Blog ist und warum ein Espresso beim Bloggen immer hilft.

Welche Zutat ist am wichtigsten für Euren Food Blog?

Die Neugier! Die Neugier ist eine sehr interessante und wichtige Zutat. Nur mit einer guten Portion davon – auf neue Rezepte, neue Lokale und auf das, was man in seiner Küche zaubern könnte – entsteht unserer Meinung nach ein richtig guter Food Blog.

Bei uns allen prägen Hektik und Stress den Alltag, man nimmt sich heutzutage kaum noch Zeit in der Küche, keine Zeit für das „Essen zubereiten“ an sich. Man geht nicht mehr auf den Markt, sondern nach der Arbeit „noch schnell“ in den nächsten Supermarkt und hat dann eh schon keine Lust mehr, neue Dinge auszuprobieren. Einfach soll es sein, und praktisch, und am Besten auch noch günstig…

Wir möchten mit unserem Food Blog Inspiration schenken und die Freude am guten Essen in die Welt hinaus tragen. Nehmt euch wieder Zeit in der Küche, experimentiert, wagt etwas Neues, macht euch Gedanken und entdeckt neue Genussquellen in eurer Nähe. Wir möchten wieder die Neugier und die Lust wecken, zu kochen, denn das bedeutet nicht, viel Geld für viele Zutaten auszugeben und viel Zeit zu investieren, sondern es bedeutet ein gewisses Lebensgefühl und eine Einstellung, die bei manch einem von uns schon in Vergessenheit geraten ist. Und das wichtigste – es ist nicht schwer. Genau das möchten wir vermitteln, denn es muss keine „Haute-Cuisine“ sein, die man Abends bei sich daheim zaubert, sondern frische, ehrliche Alltagsküche.

Warum ist Essen ein Trendthema in der Bloggerszene?

Es gibt eine deutliche Verlagerung in Richtung sozialer Netzwerke und Internet. Es ist spannend mitzuverfolgen, wie der „Koch-Alltag“ anderer Leute aussieht, das „Was machen die Anderen“ , die Neugier.

Den Trend der Food Blogs gibt es schon lange, aber man kann in den letzten paar Jahren einen deutlichen Zuwachs in der Bloggerszene rund um die Food Blogs erkennen. Dies liegt zum Einen daran, dass das Thema „Zusammen kochen“ und „frische biologische Produkte verwenden“ auch seit einiger Zeit groß in den Medien vertreten ist. Sei es durch diverse Kochshows im Fernsehen und durch sehr viele Kochbücher, welche stark vermarktet werden. Zum anderen kam mit der Zeit ein Umdenken im Thema Wohnraum an sich. Das Lebensgefühl einer offenen Küche im Wohnbereich, das sinnbildlich für ein neues modernes Wohnen steht. Man legt wieder Wert darauf, zusammen zu kochen und mit Freunden in der Küche zu stehen. All diese Dinge sind im Alltag immer gegenwärtig, in unserem digitalen Zeitalter und natürlich vor allem im Internet.

100 g dunkle Schokolade entsprechen beim Bloggen dem…?

…kleinen Snack den man braucht, wenn man mal wieder unglaublich leckere Dessert-Bilder auf dem Blog postet und eigentlich gerne hineinbeißen möchte, aber leider den Bildschirm nicht aufessen kann.

Wieso ist/war Wien die richtige Brutstätte für Euren Blog?

Wien ist der perfekte Ort wenn es um Kunst, Kulinarik und neue Trends geht. Wir wohnen jetzt seit fast 4 Jahren in Wien und sind jedes mal auf’s Neue begeistert wie viel Angebot es rund um das Thema Essen&Trinken gibt. Nicht nur, dass es immer wieder ganz tolle, neue (oder unbekannte) Lokale zu entdecken gibt, bekommt man hier einfach unglaublich gute, frische Produkte mit denen sich gar wunderbare Sachen in unserer Küche zaubern lassen. Sei es zum Beispiel auf den Märkten, auf denen wir natürlich jeden Samstag Stammgäste sind, oder in den kleinen Food-Läden um die Ecke, die einfach wunderbare, meist österreichische, Zutaten und Produkte verkaufen. Wir können uns keinen besseren Standpunkt als Wien für unseren Food Blog vorstellen!

Zu welchem Zeitpunkt des Tages braucht ihr als Blogger 20 ml Espresso?

Wenn das neuste Rezept mal wieder zu gut war und wir unsere Bäuche damit vollgeschlagen haben, kann uns ein guter Espresso danach schon wieder ganz gut aufrichten. Wir müssen ja schließlich danach noch das Rezept und den Blogeintrag schreiben können. Ach ja, und wenn beim Bloggen die Uhr mal wieder Mitternacht überwunden hat, kann ein Espresso auch noch die ein oder anderen Lebensgeister wecken.

Und wann muss der Espresso durch Likör ersetzt werden?

Oh, nach zwölf schmeckt der Espresso mit einem Schuß Meletti manchmal sogar noch ein bisschen besser.

In wie fern machen die Fotografien der Lebensmittel den Zuckerguss Eures Blogs aus?

Die Fotos sind sozusagen die Kirsche auf der Sahnehaube eines fantastischen Desserts! Nur durch sehr gute Fotografien machen wir dem Leser Lust auf das Rezept – und genau das ist es, worum es uns geht. Wir sind beide keine ausgebildeten Köche, Fotografen oder Food Stylisten. Wir haben es uns auf die Fahne geschrieben, eine ehrliche Küche zu zeigen: So wie man es bei uns sieht, schaut es auch bei einem selbst aus, wenn man es nachkocht.
 Einfach und ehrlich mit guten und frischen Produkten. Wir wollen vor allem junge Leute wieder dazu animieren, zusammen zu kochen und nicht in der Fast-Food- und Take-Away-Schiene gefangen zu sein. Wir wollen vermitteln, dass man auch mit wenig Aufwand wirklich tolle Sachen zubereiten kann, ohne viel Geld auszugeben oder eine riesige Speisekammer zu Haus zu haben.

250 g Ricotta Käse sind für Eure Blogger Gaumen wie…?

…ein fantastischer, kleiner Gruß aus der Küche, denn vor allem mit Ricotta als Grundzutat lassen sich die tollsten Canapés und Verrines zaubern, mit denen ihr bestimmt jeden Gast begeistern könnt. Erst gestern wieder, haben wir ein neues Rezept mit einer Ricotta-Limettencreme, Oktopuscarpaccio und etwas asiatischem Pesto entwickelt. Ganz einfach auf kleine Löffelchen angerichtet, stehen diese Häppchen dann mit einem Glas Prosecco bereit, wenn die Gäste die Küche betreten.

Guten Hunger!

 

(Artikelfoto: Limettendesert, Screenshot youarehungry (c) beide youarehungry.com)

6 Kommentare

  1. Hallo Ihr Lieben!
    Vielen Dank für das tolle Interview! Hatten unglaublich Spass bei den Fragen! Ihr seit natürlich sofort mit dem Interview auch auf unserem Blog vertreten!!
    Ganz liebe Grüße aus Wien,
    Toni

  2. Toller Artikel. Und vor allem ein echt spitzenmäßiger Blog, den ihr da vorstellt. Ich bewege mich eh sehr gerne in Foodblogs (bin ein begeisterter Esser), aber der ist echt richtig Spitze.
    Weiter so Jungs.
    VG,
    Torsten

  3. Vielen Dank für Euer Lob, ihr beiden! Wir freuen uns über Eure nette Kommentare. Wir stellen hier natürlich nur spitzenmäßige Blogs vor 😉
    Viele Grüße zurück
    KATRIN

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