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Interview: „Auf Lilies Diary erzähle ich Geschichten“

Eigentlich ist Christine Diplom-Modedesignerin, aber in Wirklichkeit hat sie sich zu einem Reisoholic entwickelt. Momentan arbeitet sie als Social Media und Online Communication Managerin, Autorin, Redakteurin und Bloggerin. Zudem hat sie bereits zwei Bücher (90 Nächte, 90 Betten und 40 Festivals in 40 Wochen) veröffentlicht. Ihr Reiseblog Lilies Diary ist eine wahre Augenweide. Dort besticht Christine nicht nur durch humorvolle, authentische Texte, sondern auch durch professionelle Fotos. Im Interview verrät sie, warum das Geschichten Erzählen beim Reisebloggen so wichtig ist.

Liebe Christine, in deinen Blog einzutauchen macht richtig Spaß. Warum glaubst du ist Lilies Diary so erfolgreich?

Vielleicht weil ich keine einfachen Tipps gebe, sondern Geschichten erzähle. Es geht um Gedanken und Begegnungen, die einen Ort lebendig machen. Das ist es auch, was man aus einem Urlaub mit nach Hause nimmt. Schöne Momente, Erinnerungen, Gespräche mit Menschen. Ich möchte mit meinen Posts ein Gefühl vermitteln und nicht schreiben, wo es den besten Mai Tai in Honolulu gibt. Und ich zeige dem Leser wer ich bin, was ich denke, was ich fühle. Ich bin da sehr offen.

Wie funktioniert dein Leben als Reisebloggerin. Kannst du uns grob einen Monat in deinem Leben beschreiben?

Ich habe das in meinem Post „Wie Christine N. Ihr Klopapier bezahlt“ eigentlich ganz gut beschrieben. Drei Wochen im Monat arbeite ich, eine Woche bin ich unterwegs. Wenn ich einen Job habe, zum Beispiel ein Videoauftrag, kann es auch sein, dass ich zwei Wochen unterwegs bin. Ich versuche aber ab und zu auch mein eigenes Bett zu sehen.

Was glaubst du? Inwiefern unterscheidest du dich als Reisebloggerin von einer Reisejournalistin?

Ich bin beides. Ich schreibe auch als Reisejournalistin für Magazine wie beispielsweise SPIEGEL ONLINE oder Cosmopolitan.

Du hast bereits 2 Bücher aus deinen Reiseerfahrungen veröffentlicht. Dein Buch „40 Festivals in 40 Wochen“ hat sehr großen Anklang gefunden. Aber 40 Festivals? In 40 Wochen? Wie hast du das überlebt?

Mit ganz viel Leidenschaft und unstillbarer Neugier und natürlich guten Ohropax.

Welche Reise würdest du nie wieder antreten wollen?

Das ist eine schwierige Frage. Ich hatte nie eine solch schlechte Erfahrung, dass ich sage ich möchte da nie wieder hin. Ich würde nie wieder eine Islandreise mit Auto ohne Sand- und Ascheversicherung durchführen. Auch dazu habe ich einen netten Post verfasst. Ich kam in Island in einen Sandsturm, das Auto war ziemlich beschädigt und der Spaß hat mich 3000 Euro gekostet …

Was ist die beste Erfahrung, die du aus deinen Reiseblogger Jahren bis jetzt mitgenommen hast, und die du unbedingt an andere Reiseblogger weitergeben würdest?

Ich glaube die Reiseblogger haben schon verstanden, was ich eigentlich mitteilen will. Die Menschen auffordern zum Reisen, ihnen zeigen, dass, wenn man es will, so viel mehr geht, als man denkt und dass man einfach keine Angst zu haben braucht. Natürlich kann nicht jeder so ein Leben führen wie ich es kann. Viele wollen es vielleicht auch nicht. Ich habe viele Freunde die sagen: So zu leben, wie du es tust, das wäre gar nichts für mich. Die nehme ich dann einfach zu Hause auf eine kleine virtuelle Reise mit, durch meine Fotos und Videos.

Ist die Arbeit als Reiseblogger ein Traumjob?

Es ist eine Sucht und eine Leidenschaft. Und zum Glück ist es noch mehr Hobby als Arbeit. So möchte ich das auch beibehalten. Wenn es ein Job wird, dann steht immer mehr Zwang dahinter und es kann einem schnell die Freunde daran vergehen.

 

(Artikelfoto: Lilies_Diary_Christine_Neder (c) Christine Neder)

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