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Interview: „Durch das persönliche Kennenlernen sind inzwischen viele städtebezogene Blogger „Stammtische“ entstanden“

Erst kürzlich wurde die Kölnerin Ricarda Nieswandt für ein paar Tage zur Modenus BlogTour nach NewYork City geschickt. Ricarda ist Bloggerin des Design Blogs „23qm Stil“ auf dem sie regelmäßig Design Trends vorstellt. Zudem ist sie allerdings auch Social Media Managerin und Gründerin des Projekts BLOGST. Im Interview verrät sie, was BLOGST für Blogger zu bieten hat und welche Möglichkeiten sich dadurch in der Bloggerszene entwickelt haben und entwickeln können.

Das Web bietet Bloggern viele Möglichkeiten über das Bloggen und allem, was dazu gehört, zu recherchieren. Wie bist du auf die Idee gekommen diese Möglichkeiten in Form von Workshops zu realisieren?

Die Idee entstand nach einem Blogger Meet-up, bei dem ich viele mir aus dem Netz bekannte Blogger getroffen habe, es aber wenig Möglichkeit gab sich auszutauschen oder vorhandenes Wissen miteinander zu teilen. Ich habe mir dann überlegt, dass es doch schön wäre, alles, was ich mir selber mühsam erarbeitet habe, zusammen mit anderen Bloggern, die auf ihrem Gebiet „Spezialisten“ sind, in Form von Workshops anzubieten. Dabei geht es aber nicht nur um das Vermitteln, sondern auch darum, vorhandenes Wissen miteinander zu teilen und zu diskutieren.

Der Name BLOGST macht einen originellen Eindruck. Woher kam die Idee Blog und Stift als Claim und Web-Layout umzusetzen?

Die Idee war einfach irgendwann da. Auch wenn man als Blogger den größten Teil der Zeit vor dem Rechner verbringt, braucht man doch auch einen Block und einen Stift – in einem Workshop ganz besonders. Daraus entstand die Idee aus Blog und Stift, Blog und Stift zu machen und der Name BLOGST war geboren.

Du bietest Workshops in deutschen Großstädten an, darunter unter anderem Hamburg, Köln und Berlin. Auf der BLOGST Webseite kann man sich für die heißbegehrten Plätze anmelden. Welches Publikum ist in der Regel dort anzutreffen?

Blogger natürlich, aber aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie z.B. DIY, Interieur, Hochzeit, Food oder Reise, manche sind schon länger dabei, andere fangen gerade erst an oder stehen kurz vor einem eigenen Blog. Es waren auch schon Angestellte aus Firmen dabei, die für ihre Firma einen Corporate Blog schreiben sollen und erst einmal die Grundlagen des Bloggens erlernen möchten.

Interessant ist natürlich auch, wer die Experten für die Workshops sind. Woher beziehst Du Deine Fachleute?

Aus meinem eigenen Bloggerumfeld. Hinter jedem Blogger steckt meist ein Experte auf einem bestimmten Gebiet. So sind Caro und Susanne, meine Co-Referentinnen beim Basisworkshop, Graphikerin und Fotografin. Indre, mit der ich Bloggen als Business mache, kommt aus der Unternehmenskommunikation. Clara, mit der ich gemeinsam die BLOGST Konferenz ins Leben gerufen habe und die Co-Referentin bei BLOGST Pro ist, ist Stylistin und Igor, der mit mir den BLOGST Pro Workshop in München macht, Social Media Manager in einem großen deutschen Unternehmen. Alle habe ich irgendwann mal im Internet durch das Bloggen kennen gelernt.

Gibt es Auswahlkriterien, nach denen die Teilnehmer ausgewählt werden oder zählt vielmehr „wer zuerst kommt, mahlt zuerst?“

Es gibt keine Auswahlkriterien. Jeder, der sich fürs Bloggen und Social Media interessiert ist herzlich willkommen. Die Plätze werden tatsächlich nach Eingang der Anmeldung vergeben.

Welche Themengebiete sind die Beliebtesten unter den Workshops?

Im Moment sind das „Bloggen als Business“ und BLOGST Pro.

Wie ist die Resonanz auf die Workshops?

Die Resonanz ist immer positiv und das Schöne ist – durch das persönliche Kennenlernen sind inzwischen viele städtebezogene Blogger „Stammtische“ entstanden. Das ist für mich das Besondere an BLOGST – die Blogger lernen sich auch im echten Leben kennen und können dadurch ganz anders miteinander agieren. So hat jeder Workshop auch seine eigene Facebook Gruppe, wo sich die Teilnehmer auch nach den Workshops noch austauschen und Fragen stellen können. Da ist dann keine Frage zu doof und man geht ganz anders miteinander um, wenn man sich schon einmal persönlich getroffen hat.

Welche Entwicklungschancen siehst Du für Blogger im Bereich der beruflichen Selbstständigkeit?

Es sind auf jeden Fall Chancen vorhanden, aber es ist auch ein hartes Stück Arbeit, besonders in den Bereichen aus denen unsere Teilnehmer kommen. Die Mode- oder Technikblogger sind da schon ein ganzes Stück weiter. Als Blogger ist man Multiplikator und Influenzer, und das haben die Unternehmen inzwischen auch erkannt. Wie eine gute Zusammenarbeit funktionieren könnte, das steckt häufig noch in den Kinderschuhen. Aber wir befinden uns auf einem guten Weg und im Workshop „Bloggen als Business“ beschäftigen wir uns genau mit diesem Thema.

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