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Facebook ist out

Facebook ist für viele Jugendliche bereits out. Seitdem Mama, Papa, Tante, Onkel und die ganze Sippschaft Mitglied der internationalen Plattform sind, ist der Beliebtheitsgrad unter den Jugendlichen gesunken. Sind die Tage von Facebook nun gezählt?

Seit 2004 besteht die Social Media Plattform bereits. Das sind nun fast zehn Jahre. Für die schnelllebige Online Welt ist das schon eine Ewigkeit. Holger Schmidt schreibt auf dem Netzökonomie-Blog von FOCUS Online, dass bereits der bekannte amerikanische Blogger Nicholas Carlson geschrieben hätte: „Facebook ist nicht mehr cool“.

Die Kritik von Schmidt liegt darin, dass sich die Facebookmacher nicht mehr um das Wohl ihrer Nutzer, sondern vielmehr um ihre Werbekunden kümmern würden. Komisch eigentlich, denn Facebook hat tatsächlich (noch) so viele Nutzer wie sonst keine andere soziale Plattform. Die Nutzer würden zudem zunehmend älter werden. Für Jugendliche wäre das ein Problem, denn sie möchten sich nicht unbedingt dort aufhalten, wo sie auch ihre Eltern antreffen bzw. von diesen auch kontrolliert werden könnten. Trotzdem viele noch viele Jugendliche bei Facebook registriert wären, sinke das Aktivitätsniveau dort.

Das Durchschnittsalter der Plattform liege heute bereits bei 40,5 Jahren, schreibt Schmidt. Das ist schon „alt“, wenn man bedenkt, dass Mark Zuckerberg, der Gründer und CEO des Unternehmens, Facebook einst als Austausch- und Freundeplattform innerhalb der Harvard Universität und dann zwischen mehreren anderen Universitäten der US-amerikanischen Ostküste, gegründet hat. Die Zahl der Facebook Besucher sei Ende 2012 das erste Mal nach jahrelangem Wachstum leicht gesunken. Dieser leichte Rückgang des Wachstums zeichne sich vor allem durch die weniger werdenden Aktivitäten der Nutzer aus. Diese Stagnation wird für Facebook langwierig negative Wachstumskonsequenzen haben.

Ein weiterer Punkt ist, dass Jugendliche, je unübersichtlicher die Plattform werde – auch: je mehr neue Funktionen hinzukommen – je weniger wären sie bereit, Statements zu posten. Aus dem einfachen Grund, weil sie nicht mehr in der Lage sind, zu überblicken, wer diese Posts lesen kann und wer nicht. Diese Inaktivitäten werden den Börsengang von Facebook in den nächsten Wochen und Monaten beeinflussen. Im Mai 2012 hätte Mark Zuckerberg noch geschrieben: „Wir entwickeln keine Dienste, um Geld zu machen; wir verdienen Geld, um bessere Dienste zu entwickeln.“ Seitdem die Aktienkurse aber eingebrochen sind, wäre von der Umsetzung dieses Statements nur wenig zu merken. Stattdessen sei Facebook mehr und mehr von Werbebanner und anderen Formaten umrahmt.

Tatsächlich, gibt es gibt so viele neue Plattformen, die nun mehr Anklang bei der Jugend finden. Darunter sind unter anderem Social Media Kanäle wie Twitter, Snapchat oder Instagram. Cool sei vor allem das Blog-Netzwerk Tumblr. Tumblr lege mehr Wert darauf, die Präsentation von Inhalten für seine Nutzer auszubauen. Das sei vor allem für Künstler geeignet. Diese können dort Texte, Fotos, Links, Musik, Videos etc. posten und teilen. Das Unternehmen hätte im letzten Jahr 13 Millionen Dollar gemacht, was bei einer Nutzerzahl von 170 Millionen kein großer Gewinn sei. Tumblr Gründer David Karp muss in diesem Jahr also noch etwas zulegen, wenn er einer der Großen werden und bleiben will.

 

(Foto: Daumen nach unten für Facebook (c) Benjamin Thorn  / pixelio.de)

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