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Corporate Blog oder Facebook-Page? – Ist das die Frage?

Anfang März fand in Hamburg das fbcamp zum zweiten Mal statt. Thema in diesem Jahr war die Frage, ob es für Unternehmen nötig ist, einen Corporate Blog anzulegen oder ob es reicht, lediglich eine Facebook-Page zu betreuen. Dass Corporate Blogs in diesem Zusammenhang einen Wideraufstieg erleben, ist keine Überraschung.

Das fbcamp ist ein Camp rund um Facebook. Es findet jährlich statt. In diesem Jahr fand es als BarCamp in Hamburg statt. Die Veranstaltung steht in keiner Verbindung mit dem Unternehmen Facebook, sondern behandelt Themen rund um die Plattform selbst. Die Veranstaltung soll die Möglichkeit bieten, den Transfer zwischen Anwendern zu gewährleisten. Ziel ist es den Wissensaustausch zu fördern und voneinander lernen zu können.

Das t3n Magazin berichtet über die interessanten Ergebnisse des Camps. Auf dem fbcamp wurden insbesondere zwei Sessions zum Thema Corporate Blogs gut besucht. Falk Hedemann, Autor vom t3n Magazin, meint, dass das Revival der Corporate Blogs nicht unbedingt im Widerspruch zur Betreuung einer Facebook-Page stehen muss. Um das Zusammenwirken von Corporate Blogs und Facebook zu beschreiben geht Hedemann zunächst auf das von Johannes Lenz und Stefan Evertz (Sprecher auf dem fbcamp) beschriebene Bild ein. Die Zusammenarbeit von Corporate Blogs und Facebook-Pages lasse sich diesbezüglich als Symbiose von „Satellit (Facebook) und Erde (Corporate Blog)“ charakterisieren. Auf der Erde befinden sich die Inhalte, die an den Satelliten gesendet und dann verstärkt und weitergesendet werden.

Entfaltung des Corporate Blogs

Vergleiche man die Entwicklung des Corporate Blogs mit dem Stand vor einigen Jahren, so Hedemann, sei schnell klar, dass vor einiger Zeit darauf nur Pressemitteilungen veröffentlicht worden seien. Diese Einstellung habe sich seit einiger Zeit geändert. Heute bemühen sich Unternehmen mehr Beiträge zum Unternehmen dazustellen. Darunter falle zum Beispiel das Recruiting – von vielen auch als „War on talents“ – bezeichnet. Ein Beispiel dafür sei der Azubi-Blog von TUI. Auf diesem Blog stellen die Azubis die Ausbildungsmöglichkeiten und –tätigkeiten bei TUI vor. Der Leser wird somit viel näher an die Aufgabenbereiche der Ausbildungsberufe gebracht und kann sich auch näher mit dem Unternehmen TUI beschäftigen.

Potenzial von Corporate Blogs

Das Potenzial von Corporate Blogs ist enorm. Sie dienen nicht nur als „PR-Schleuder“, sondern seien eher als „Content-Anker, der sich vielseitig nutzen lässt“ zu betrachten, so Hedemann. Zu diesem Anker gehören zum Beispiel Themen aus einzelnen Unternehmensbereichen, die wie eine Art Unternehmenstagebuch dienen, das für alle zugänglich ist. Auch der PageRank könne so gesteigert werden. Über Facebook sei ein guter Google-Rank nur über einen Begriff – den Unternehmensnamen – möglich. Ein Corporate Blog ermögliche es dagegen, das Unternehmen über mehrere Namen – zum Beispiel Produktnamen – erscheinen zu lassen. Für einen Corporate Blog spricht zudem, dass sich – auch wenn dies in naher Zukunft nicht absehbar ist – die Bedingungen auf Facebook ändern und dadurch die dort abgelegten Inhalte nicht mehr geteilt werden könnten. Bei einem Corporate Blog hätte das Unternehmen die komplette Kontrolle über die Inhalte und deren Darstellung.

Einfaches Einrichten

Beide Tools, sowohl ein Corporate Blog als auch eine Facebook-Page lassen sich über einfache Systeme einrichten. Der Blog kann ganz einfach und kostenlos über WordPress erstellt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass ein PlugIn für Facebook mit integriert ist. So kann zugleich eine Facebook-Page erstellt werden. Das Zusammenwirken der beiden Tools liegt somit auf der Hand. Während der Blog die Plattform für die Inhalte bietet, ist Facebook der soziale Kanal über den die Inhalte ins Netzwerk verteilt werden können. Der Gestaltungsraum über einen Corporate Blog ist vielfältig, so Hedemann: „Branding, Contentserien, multimediale Inhalte, Blogbeiträge beliebiger Länge, die sich jederzeit verändern und korrigieren lassen, gute mobile Verfügbarkeit durch Responsive Webdesign und anderes mehr macht ein Blog zum digitalen Hub, auf den […] heute kein Unternehmen bei seiner digitalen Kommunikation mehr verzichten kann und sollte“.

 

(Grafik: Vernetzung durch Corporate Blogs (c) Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com/pixelio.de)

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