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Das Committee to Protect Journalism informiert über journalistische Missstände

Leider gehören Nachrichten über Entführungen immer noch zu unserem Alltag. Besonders betroffen sind allzu oft Berichterstatter, die in Krisenregionen gesendet werden. Das Committee to Protect Journalism (CPJ) hat es sich auf die Fahnen geschrieben über die ungerechte Behandlung von Journalisten – auch Bloggern – zu berichten.

Das Committee to Protect Journalism setzt sich vor allem für die Aufklärung von misshandelten oder ungerecht behandelten Journalisten ein. Die unabhängige Non-Profit-Organisation besteht aus freien Journalisten und ist international aktiv.

Die Mission

Da jedes Jahr hunderte von Journalisten getötet, entführt oder eingesperrt werden, kämpfen die Organisatoren von CPJ durch Veröffentlichungen für die Aufklärung der Missstände und für die Verbreitung von Meinungsfreiheit. Warum? Journalismus wird von den CPJs als Balance zwischen Macht, Regierung und Bevölkerung gesehen. Wenn die Journalisten in einem Land zur Ruhe gebracht werden, werden auch die Menschen zur Ruhe gebracht. Durch die Aufklärung wollen die Aktivisten Meinungsfreiheit und Demokratie befördern.

Die Geschichte

Das Committee to Protect Journalists wurde im Jahr 1981 von einer Gruppe U.S. amerikanischen Korrespondenten gegründet. Anstoß dafür gaben die Notlagen, in denen einige ihrer Kollegen in Krisengebieten steckten. Die erste Kampagne wurde 1982 ins Leben gerufen. Zu der Zeit wurden drei britische Journalisten – Simon Winchester, Ian Mather und Tony Prime – während des Falkland Krieges in Argentinien verhaftet. Der damalige CPJ-Vorsitzende Walter Cronkite verfasste daraufhin einen Brief, der den Inhaftierten wieder aus dem Gefängnis verhalf. Seitdem sind nicht nur Journalisten im CPJ aktiv involviert, sondern auch viele andere Vertreter, die für Informationswerte einstehen.

Die Aktivisten

Die Non-Profit-Organisation wird von einem Direktor und einem stellvertretenden Direktor geleitet. Zudem werden die Online und Print Veröffentlichungen durch einen Chefredakteur vertreten und redigiert. Außerdem stehen Experten für PR, Kommunikation und Innovation zur Seite. Zahlreiche Journalisten und Rechtsexperten helfen dem CPJ über Missstände aufzuklären und zu beraten. Sogar Experten aus den Krisengebieten stehen mit ihrem Know-How zur Verfügung. In diese Expertenrunde fallen Personen für die Bereiche Afrika, Ostafrika, Nordafrika, Asien, Südostasien, Zentralasien, den Mittleren Osten, Amerika und Europa.

Der Einfluss

CPJ ist weltweit aktiv. Die Website ist unter anderem in sechs Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch und Arabisch) verfügbar. Zwischen 2011 und 2012 konnte die Organisation die Freilassung von 70 Journalisten mit dem ‚Journalist Assistance Program‘ erreichen. Auf globaler Ebene wurden zwei Berichte vor der Menschenrechtsversammlung der Vereinten Nationen vorgestellt und angehört. Die Themen umfassten Straflosigkeit und Gewalt gegen Journalisten. Beide Berichte gingen vor allem darauf ein, dass der Schutz von Journalisten – trotz vieler internationaler Konventionen und dem Inkrafttreten von Schutzmechanismen – immer noch unzulänglich sei.

CPJ Journalist Security Blog

CPJ ist besonders online aktiv. Täglich klärt die Website über neue Missstände auf und informiert. Die Organisation betreibt zudem einen Blog, der sich mit der Sicherheitslage von Journalisten beschäftigt. Der Blog wird von dem Journalisten Frank Smyth, der bereits für The Nation, The Village Voice, The New Republic, The Washington Post, The New York Times, The Wall Street Journal, The International Herald Tribune, World Policy Journal, und Foreign Affairs geschrieben hat, geführt. Smyth ist Experte rund um Krisenfragen in El Salvador, Guatemala, Kolumbien, Eritrea, Äthiopien, Ruanda, den Sudan, Jordanien und dem Irak. Er selbst wurde 1991 sogar 18 Tage in einem irakischen Gefängnis festgehalten. Smyth bietet außerdem Trainings zum Thema ‚Global Journalist Security‘ an.

Hilfe

Gerade die Verbreitung der Fälle kann dazu beitragen, dass einige Missstände behoben werden. Natürlich freut sich die Organisation immer über finanzielle Mittel, die ihrer Arbeit zu Gute kommen. Das CPJ bietet die zudem die Möglichkeit Experten als Sprecher für themenrelevante Konferenzen zu buchen.

 

(Screenshot: Committee to Protect Journalism)

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