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Benedikt-Blog des „Tagesspiegels“ begleitet den Rücktritt des Papstes

Dieser Tage steht ein Ereignis ganz groß in allen Schlagzeilen. Der Papst wird am 28. Februar von seinem Amt als „Heiliger Vater“ zurücktreten. Als er diesen am Montag, dem 11. Februar, verkündete, konnte man den Stimmen der Reaktionen kaum folgen. Im Benedikt-Blog berichtete der „Tagesspiegel“ über das Ereignis.

Auf dem Benedikt-Blog wurden am Tag des Rücktritts die wichtigsten Meldungen aus dem Vatikan und alle essentiellen Reaktionen zum Thema verkündet. Weltweit sei der Rücktritt bei Politikern, Funktionären und Würdenträger auf Respekt als auch auf Kritik gestoßen. Aus diesem Grund fasst der Blog Hintergründe, Reaktionen und Kommentare der Leserdebatte zusammen.

Im Mittelpunkt stand zunächst der engste Vertraute Angelo Sodano, Kurienkardinal. Die Entscheidung des Papstes habe ihn wie ein „Blitz aus heiterem Himmel“ getroffen. Auch Benedikts Bruder Joseph gab einen Kommentar ab. Er bezeichnete den Vorgang als „natürlich“, aber nicht als überraschend, denn er sei eingeweiht gewesen.

Um Mittag berichtete der „Benedikt-Blog“ über das größte „Twitter-Gewitter“ aller Zeiten. Seitdem der Papst im letzten Jahr einen Twitter-Account anlegen lassen und in bereits kurzer Zeit über eine Millionen Follower hatte, sprachen sich auch auf diesem Kanal etliche Anhänger mit Kritik sowie mit satirischen und ironischen Bemerkungen zu seinem Rücktritt aus. Noch am Montagmorgen war die Abschaltung des peerblogs eines der größten Themen auf Twitter. Als der Rücktritt des Papstes allerdings bekannt wurde, konnte peerblog – besonders auf den Social Media Kanälen – nicht mehr mit halten.

Kurz nach dem Mittag stellte sich dann auch Bundeskanzlerin Angela Merkel vor die Mikrophone. In einer kurzen Rede bedankte sie sich bei dem Papst für seine Arbeit und gedachte seinen öffentlichen Auftritten, besonders Benedikts Rede vor dem Deutschen Bundestag im Jahr 2011. Zudem bezeichnete sie ihn als einen „der größten Denker unserer Zeit“ und bemerkte seine außerordentliche Arbeit an. Mit größtem Respekt erkannte sie seine Entscheidung an. Noch am Samstag hatte Merkel den Rücktritt der ehemaligen Bildungsministerin Annette Schavan verkündet. Vertrauen kann sie in diesen Tagen anscheinend nun noch wenigen schenken.

Natürlich hatte auch CSU-Politiker Edmund Stoiber etwas zum Rücktritt des Papstes zu verkünden. Stoiber erklärte Joseph Ratzinger zum „größten Sohn Bayerns“ in der tausendjährigen Geschichte des Landes. Die Bescheidenheit und seine besondere Gabe, auch im 21. Jahrhundert den Menschen das Evangelium nahe zu bringen, wären unvergleichlich.

Am Nachmittag veröffentlichte Benedikt-Blog dann die von der britischen Huffington Post aufgelisteten „sieben größten Skandale des Papstes“. Die Themen reichten von seiner Hitlerjugend über die Kindesmissbrauchsskandale in der katholischen Kirche bis zum Korruptionsskandal um VatilLeaks.

Am späten Nachmittag teilte Benedikt-Blog sodann mit, dass Vatikansprecher Lombardi in einer Pressekonferenz zur Kenntnis gab, dass sich der Papst nach seinem Rücktritt in ein ehemaliges Kloster zurückziehen wird. Dort würde er sich dem Gebet widmen.

Dass Religion ein so großes Thema ist, zeigt sich in der Berichterstattung. Allein die Anzahl der Tweets und die Einrichtung des Benedikt-Blogs beweisen die Aktualität und Dramatik des Themas. Was kommt als nächstes? Wird der neue Papst demnächst auch einen Blog führen?

 

(Foto: Petersdom im Vatikan, Rom (c) Katharina Wieland Müller/pixelio.de)

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