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Asien erobert den mobilen Internetmarkt

Wer hätte das gedacht? Das neue Facebook soll aus Asien kommen. Nun ja, wirklich überraschend ist diese Nachricht nicht. Sie heißen WeChat, Line und Kakao Talk und sind Unternehmen, die demnächst auch den europäischen Markt erobern wollen berichtet Holger Schmidt im Netzökonomie Blog von Focus Online.

Das chinesische Unternehmen Tencent hat bereits den asiatischen Kontinent erobert. In Asien sind es bereits 800 Millionen Nutzer, die durch die Anbieter WeChat, Line und Kakao Talk zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

Asien auf dem Vormarsch

Im Westen kenne Tencent kaum jemand. Vermutlich ist das auf den abgeschotteten Heimatmarkt der Chinesen zurück zu führen. Auf dem Markt sind die meisten Internetkonzerne des Westens verboten. Der Inhaber Tencents, Ma Huateng, habe mit seinem Unternehmen ein Vermögen gemacht. 800 Millionen Nutzer habe das chinesische Unternehmen bereits zu verzeichnen. „China hat die meisten Internetnutzer der Welt. Dadurch können wir weltweit führende Geschäftsmodelle und Anwendungen bauen. Wir wandeln uns vom Schüler zum Lehrer im Netz“, zitiert Focus Online Ma Huateng. 2012 erziele Tencent sieben Milliarden Dollar Umsatz und zwei Milliarden Dollar Gewinn. Damit sei Tencent das größte Unternehmen Chinas und verdiene vor allem durch Werbung, Handel und Spielen. (Mehr verdient im Netz nur noch Google.)

In China gebe es zu allen westlichen Anwendungen ein Äquivalent: Weisbo sei das chinesische Twitter, Renren das chinesische Facebook und QQ eine Kombination aus Skype und ICQ.

Ma Huateng wagt sich nun auf den Weltmarkt, greift die Amerikaner dabei nicht an. Er nutze die Chance seine Anwendungen vorwiegend als mobile Anwendungen entwickeln zu lassen. Damit ziehe er an den Amerikanern vorbei.

Sie heißen WeChat, Kakao Talk und Line

WeChat wirbt mit dem Slogan „The new way to connect“. Dahinter verbirgt sich vor allem die Erweiterung mobiler Anwendungen. Während Facebook und Skype noch für Computer programmiert wurden, sei WeChat nun vollkommen auf die Anwendungen eines Smartphones oder Tablets ausgerichtet.

WeChat biete Nutzern die Möglichkeit kurze Nachrichten und Fotos über Smartphones zu versenden und zu empfangen. Kurznachrichten können dabei sowohl geschrieben als auch gesprochen übersendet werden. Dazu kommen ein Videochat, ein Ortungsdienst und Fotobearbeitungsprogramme. Die App verbindet damit all die Komponenten von Skype, ICQ und WhatsApp. Ende 2011 konnte der Dienst bereits 200 000 Millionen Nutzer im asiatischen Raum (Hong Kong, Taiwan, Singapur, Malaysia, Thailand und Vietnam) verzeichnen. Auch in den arabischen Ländern, den USA und in Europa habe der Dienst bereits Anschluss gefunden.

Ein weiterer Dienst Tencents sei Kakao Talk – eine chinesisch-koreanische Mischung aus WhatsApp und Skype.

Im Raum Japan habe das Kommunikations-App Line in den letzten Monaten stark gewonnen. Die Anwendung wurde von dem japanischen Unternehmen NHN entwickelt und stelle eine Reaktion auf das große Erdbeben 2011 dar. Mit der App sollen Kommunikationsmöglichkeiten bei einer unterbrochenen Telefonverbindung weiter bestehen bleiben. Nachrichten und Telefonate können über das Internet durchgeführt werden.

In Teilen Afrikas, Südamerikas und Asiens ist der Markt bezüglich der Webnutzung noch nicht weit entwickelt. Dort gehen Nutzer vorwiegend über mobile Geräte ins Netz. Wächst diese Zahl, haben die asiatischen Entwickler die größten Chancen dort regen Anklang zu finden.

 

(Screenshot: WeChat)

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