Dienstag , Juni 27 2017
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Anti-Abmahn Video für das Impressum

Schon in einigen Blogs gesehen. Ihr auch? Es gibt Blogger, die dieses Video in ihr Impressum einbauen. Das zeigt a) wie dramatisch das Thema Abmahnung in der Bloggerlandschaft ist und b) welche Wege beschritten werden, um sich hier zu schützen.

Wir haben selbst noch nicht prüfen lassen, ob dieses Video oder ein Hinweis, dass man darum bittet ohne Abmahnung das abmahnwürdige Problem aus der Welt zu schaffen, hilfreich ist.

Grundsätzlich gilt ja, dass Unkenntniss nicht vor eine Strafe schützt. Aber auch hier sollte man immer den Ermessensspielraum und die Verhältnismäßigkeit berücksichtigen. Denn es ist längst kein Geheimnis mehr, dass es Anwälte gibt, die darin eine lukrative Einnahmequelle entdeckt haben. Ihnen geht es in Wirklichkeit nicht mehr darum Rechte anderer zu schützen, sondern sich selbst die Taschen zu füllen.

Nur damit es keiner falsch versteht. Anwälte müssen ja auch von etwas leben, aber das in Form als Pseudosheriff ist schon echt hart an der Grenze zum Missbrauch, oder?

2 Kommentare

  1. Hallo @all,

    es gibt auf jeder Setie der Medaille immer die, die etwas leichtfertig tun.

    Auf der Seite der Anwälte diejenigen, die sich damit die Taschen voll machen aber auch diejenigen die die Seitenbetreiber anschreiben.

    Auf der Blogger Seite gibt es diejenigen die es überhaupt nicht interessiert welche Rechtsvorschriften gelten um zu Bloggen und die sich auf dem Argument der freien Meinungsäußerung zu jeder Zeit, in jedem Medium mit jedem Inhalt berufen.

    Beide Seiten sind in den Sozialen Netzwerken zu hauf vertreten.

    Wir dürfen jedoch eines nicht vergessen: es gibt nun mal Gesetze. An diese haben wir uns alle zu halten. Egal ob wir einzelnen Gesetze als sinnvoll oder richtig erachten, kann ich nicht als „Trotzreaktion“ geltendes Gesetz „einfach brechen“. Das ist Kleinkinderverhalten.

    Wenn ich etwas „bekämpfen“ möchte, dann sinnvoll, zielgerichtet und mit entsprechender Substanz.

    Schon aus eigenem Schutz würde ich aus diesem Grund jedem Blogger empfehlen seine blogs rechtssicher zu gestalten. Die „Rache“ der Blogger mittels eines Shitstorm wird einen Rechtsanwalt dessen Ruf sowieso im Arsch ist nur geringfügig tangieren. Und die Taschen macht er sich trotzdem voll: mit dem Geld des Bloggers und der Bloggergemeinde.

    Lasst uns diesem Abmahnwahn doch einfach entgegen treten: und zwar mit Seiten die abmahnsicher sind.

    Einfaches und probates Mittel: Abmahnanwalt googeln und dem einen Brief schreiben oder ihm schon mal ankündigen, dass im Falle einer Abmahnung der betriebenen Blogs beabsichtigt ist, ihn zu beauftragen. Sollte dieser Anwalt nun wirklich einen realen Auftrag erhalten „mich“ abzumahnen, kann es das Mandat aufgrund Interessenkonflikt gar nicht mehr annehmen.

    Ich denke das könnte einer von vielen Wegen sein.

    :-)

    Beste Grüße

    Andreas

  2. Ich fürchte nur, der Erfolg durch Einbinden des Videos wird sich sehr in Grenzen halten…

    Aber wenn wir schon beim Thema „Abzocke“ durch Abmahnungen sind: Wenn ich „lizenzfreie“ Bilder von Plattformen wie etwa Pixelio verwende, achte ich mittlerweile penibel auf die Quellenangabe. Es gibt viele Hinweise darauf, dass Fotografen auch professionelle Businessbilder dort kostenfrei zur Verfügung stellen, aber hinterher über mangelnde Quellenangaben sofort Abmahnungen rausschicken und sich somit finanzieren, ohne vorher auch nur mit dem Webseitenbetreiber persönlich in Kontakt zu treten. Das ist nicht der eigentliche Sinn des Urheberrechts (was natürlich einen berechtigten Stand in der Gesellschaft hat und braucht), sondern tatsächlich Abzocke.

    Dann sollen sie die Fotos lieber auf großen Plattformen zum Verkauf anbieten. Aber warum tun sie das nicht? Weil sich der Aufwand gegenüber nur einer erfolgreichen Abmahnung nicht rechnet.

    Außerdem sollte dringend mal eine Höchstgrenze für die Abmahngebühren eingeführt werden. 200×150 Pixel auf einer privaten Website mit einer handvoll Besucher im Monat kostet trotzdem um die 750 Euro. Das kann es auch nicht sein, oder?

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